Gefahren des Sommers, die jeder Hundebesitzer kennen sollte

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In den Medien wird im Sommer viel von der Gefahr durch Hitze gesprochen. Mittlerweile wird jedem Hundebesitzer klar sein, dass er seinen Hund im Sommer nicht im Auto lassen und der Hitze aussetzen darf.

Auch die Gefahr das Verbrennen der Pfoten auf heißem Asphalt ist in aller Munde und den meisten Hundebesitzern bekannt.

Doch auch in Deutschland heimische Pflanzen und Insekten, die durch Klimaveränderungen oder steigende Bestandsdichte immer häufiger auftreten, sind ein Risiko für Mensch und Tier.

Eichenprozessionsspinner

Der Eichenprozessionsspinner ist ein nachtaktiver, eher unscheinbarer Falter. Bei trockenem warmem Klima, wie wir es im Sommer 2018 hatten, breitet er sich immer weiter in Deutschland aus. Er befällt alle Arten von Eichen.

Die Brennhaare der Raupe des Eichenprozessionsspinners sind mit Widerhaken versehen und lösen bei Kontakt schwere Reizungen von Haut und Schleimhäuten aus. Sie sind fast unsichtbar und können leicht eingeatmet werden. Wenn die Brennhaare in Haut oder Schleimhaut eindringen, verhaken sie sich dort und lösen Hautirritationen und Reizung der Bronchien bis hin zur Atemnot aus. Die Gefahr besteht für Mensch und Tier.

Nicht nur der direkte Kontakt mit der Raupe, sondern auch die Häutungsnester und die am Baum oder am Boden verbleibenden Verpuppungsgespinste sind gefährlich. Die Brennhaare bleiben über mehrere Jahre toxisch! Nester und Prozessionen sollten ausschließlich durch Fachleute entfernt werden.

Raupen des Eichenprozessionsspinners

Grannen

Grannen sind starre Fortsätze von Getreide-Ähren. Sie können rauh oder glatt sein und besitzen Widerhaken. Genau diese Widerhaken machen Grannen so gefährlich. Auf dem Spaziergang aufgenommen, verfangen sie sich im Fell und können sich in der Haut – insbesondere im Zwischenzehenbereich, in den Achseln, den Ohren (und dort sogar im Gehörgang) – sowie in den Schleimhäuten von Auge, Nase oder Maul verhaken.

Die Granne setzt sich bei jeder Bewegung tiefer unter die Haut und ist schnell nicht mehr zu erkennen. Sie wandert unter der Haut weiter und führt zu schmerzhaften Entzündungen.

Typische Symptome sind heftiges Beknabbern einzelner Körperpartien, Schütteln des Kopfes oder Humpeln des Hundes – je nach Ort, an dem die Granne sich verhakt hat.

Riesen-Bärenklau

Der Riesen-Bärenklau, auch als Bärenkralle oder Herkulesstaude bekannt, bildet phototoxische Substanzen aus. Phototoxisch bedeutet, dass die Berührung des Pflanzensaftes in Verbindung mit Sonnenlicht – oder auch starkem Lampenlicht – zu schmerzhaften Quaddeln und Blasen führt. Diese wirken wie Verbrennungen und heilen nur sehr schwer ab.

Der Umgang mit dieser Pflanze darf nur in kompletter Schutzkleidung erfolgen. Gefährdet bei Kontakt sind alle Säugetiere, also auch der Mensch. Bei besonders empfindlichen Individuen reicht bereits der Kontakt mit den Blättern aus, um starke Hautirritationen zu verursachen. Bei einem schweren Verlauf kann es – neben den oben beschriebenen Hautsymptomen – zu Fieber, Schweißausbrüchen und Kreislaufproblemen kommen.

Riesenbärenklau © PantherMedia/Michael Reicke

 

Autorin: Karin Witthohn, Natürlich Hund- Der Hundesalon