Vogel entflohen – das kann man tun

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Ist der Vogel ausgebüchst, ist das Dilemma groß – wir geben Tipps, wie man den Flüchtling wieder einfängt.

Die ersten milden Frühlingstage sind gekommen, da lüften wir gerne mal richtig durch. Dabei sollten Vogelhalter allerdings darauf achten, dass sich ihr gefiederter Freund in seinem geschlossenen Käfig befindet und nicht aus dem Fenster entwischt. Sollte es doch passiert sein, geben wir Ihnen einige Tipps an die Hand, wir Sie sich am besten verhalten.

Ist der Vogel gerade erst entflogen, schauen Sie zunächst nach, ob er sich noch in Ihrer Nähe aufhält. Vögel, die in der Wohnung häufig frei herum fliegen, suchen sich draußen oft hohe Plätze wie Baumgipfel, Hausdächer oder Schornsteine in der Nähe ihres Fluchtortes. Ausreißer ohne Flugübung landen in der Regel auf dem Boden oder im Gebüsch und suchen dort Schutz. Informieren Sie schnellstmöglich Ihre Nachbarschaft und bitten Sie sie, Ihnen bei der Suche zu helfen. Handelt es sich um einen zahmen Vogel, ist er eventuell auch durch ein Fenster in ein Nachbarhaus geflogen.

Haben Sie Ihren Vogel tatsächlich gefunden, bleiben Sie ganz ruhig, rennen Sie nicht auf ihn zu und rufen Sie nicht nach ihm, besonders dann nicht, wenn es sich um einen scheuen Vogel handelt. In der neuen, ungewohnten Umgebung empfindet der Vogel vieles als Bedrohung und ist sehr schreckhaft. Hat der Vogel „einen Partner“ zu Hause, nutzen Sie diesen (natürlich sicher eingesperrt im Käfig) als Lockmittel für den Flüchtling. Sitzt der Vogel auf einem Baum oder im Gebüsch, versuchen Sie nicht ihn direkt einzufangen, er wird höchstwahrscheinlich flüchten.

Behalten Sie ihn im Blick und warten Sie bis zur Abenddämmerung. In der Regel bewegen sich Vögel in der Dunkelheit nicht mehr fort. Ergreifen Sie diese Chance, ihn schnell zu packen oder werfen Sie eine Decke oder ein Tuch über den Vogel. Handelt es sich um einen Papagei, der sich nicht vom Baum traut, sollten Sie die Feuerwehr zur Hilfe rufen.

Ist der Vogel nach seiner Flucht unauffindbar, können Sie den kostenlosen Suchdienst des ZZF nutzen. Voraussetzung hierfür ist, dass Sie sich nach der Anschaffung des Vogels die Ringnummer notiert haben. Dank ihres Archivs mit registrierten amtlichen Ringen gelingt es der ZZF-Ringstelle, rund 80 Prozent der gefundenen Sittiche und Papageien ihren Haltern zuzuordnen. In der warmen Jahreszeit können es bis zu 5 Anfragen am Tag sein. Auf gar keinen Fall sollten Sie die Ringnummer öffentlich bekannt geben, um auszuschließen, dass jemand Fremdes das Tier abholt und sich als sein Halter ausgibt.