Mit den ersten warmen Frühlingstagen werden sie wieder aktiv: Zecken. Schon ab Temperaturen von etwa 7 bis 10 Grad sind die Parasiten vermehrt unterwegs – im Garten, im Park oder auf Spazierwegen in deiner Umgebung. Für Hund und Katze steigt damit das Risiko, denn Zecken können gefährliche Krankheitserreger übertragen. Umso wichtiger ist es, deinen Vierbeiner konsequent zu schützen.
Zecken können bei Hunden Erkrankungen wie Borreliose oder Babesiose verursachen. Auch Katzen sind nicht vollständig geschützt: Zwar entfernen sie viele Zecken selbst beim Putzen, dennoch können sich Parasiten festbeißen und Infektionen wie Anaplasmose oder Hämoplasmose übertragen. Deshalb gilt: Behalte das Fell deines Tieres regelmäßig im Blick.
Ganzjährig schützen
Durch mildere Winter sind Zecken inzwischen fast das ganze Jahr aktiv. Wir empfehlen, deinen Hund und deine Katze nicht nur im Frühjahr und Sommer, sondern ganzjährig vor Zecken zu schützen. Mit der richtigen Vorsorge leistest du einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit deines Heimtiers.
Fell gründlich absuchen
Die wichtigste Maßnahme ist die Kontrolle nach dem Aufenthalt im Freien. Suche deinen Hund nach jedem Spaziergang sorgfältig ab – vor allem an Achseln, Ohren, Hals, zwischen den Zehen sowie in der Leistengegend. Entdeckst du Zecken frühzeitig, kannst du das Risiko einer Krankheitsübertragung deutlich senken.

Zecken richtig entfernen
Hat sich eine Zecke festgesaugt, entferne sie möglichst schnell. Am besten eignen sich dafür Zeckenzangen oder Zeckenhaken. Greife die Zecke hautnah und ziehe sie gleichmäßig und gerade (nicht drehen!) heraus, ohne den Körper zu quetschen. So verhinderst du, dass Erreger in die Wunde gelangen.
Wichtig: Behandle die Zecke nicht mit Öl, Alkohol, Nagellack oder ähnlichen Hausmitteln. Das wird manchmal empfohlen, ist aber eher gefährlich als hilfreich. Grund: Die Zecke wird gestresst und gibt dann Speichel oder Darminhalt ab – das Risiko einer Infektion mit Krankheitserregern steigt.
Zeckenreiche Bereiche meiden
Auch dein Verhalten beim Spaziergang kann viel bewirken. Meide mit deinem Hund möglichst hohes Gras, dichtes Unterholz sowie verwilderte Wegränder mit Laub und Gebüsch. Bleib auf den Wegen, führe deinen Hund in diesen Bereichen kurz und verzichte auf Such- oder Apportierspiele im Randbewuchs. So verringerst du die Wahrscheinlichkeit, dass sich Zecken im Fell festsetzen.
Zeckenschutzmittel zur Vorsorge
Zusätzlich zum Absuchen des Fells nach Zecken kann eine Zeckenprophylaxe sinnvoll sein. Welche Mittel für deinen Hund oder deine Katze geeignet sind, hängt unter anderem von Wohnumfeld, Aktivität und individuellem Risiko ab. Zur Auswahl stehen zum Beispiel Spot-ons oder spezielle Halsbänder. Gut gewählte Maßnahmen zur Vorsorge beugen Infektionen wirksam vor. Wer sich frühzeitig beraten lässt, schützt nicht nur sein Tier, sondern reduziert auch die Verbreitung von Erregern in der Umgebung.
Präparate für Katzen
Für Katzen gilt strikt: Als Zeckenschutz keine Präparate für Hunde verwenden, die Permethrin enthalten – sie können für Katzen lebensgefährlich sein!
Der Zoofachhandel hält eine breite Auswahl an geprüften Produkten bereit und unterstützt dich bei der passenden Wahl und Anwendung. Nach einem Zeckenstich solltest du bei deinem Heimtier auf Anzeichen wie Fieber, Mattigkeit oder Appetitverlust achten und dir im Zweifel tierärztlichen Rat einholen.