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Wenn die Tage im Herbst kürzer werden und die Temperaturen langsam sinken, ist dies ein Signal für den Hundeorganismus, alle Stoffwechselvorgänge einzuleiten, um sich auf den Winter einzustellen. Hierzu gehört auch der Fellwechsel. Das dünnere Sommerfell löst sich aus dem Haarfollikel, während ein dichtes Winterfell nachwächst. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass der Hund haart. Nur Hunde kurz- und halblanghaariger Rassen verlieren jetzt merklich mehr Fell in Haus und Wohnung. Langhaarige Rassen, insbesondere mit Unterwolle, haaren nicht, bilden aber während des Fellwechsels vermehrt Verfilzungen, da das Fell nicht eigenständig herausfällt. Es ist daher wichtig, dieses abgestorbene Fell heraus zu kämmen, denn Filz wärmt nicht! Im Winter muss die Fellpflege genauso akribisch weiter betrieben werden, wie im Sommer. Es ist ein Irrglaube, dass Unterwolle im Winter nicht ausgekämmt werden darf. Sie muss zu jeder Jahreszeit entfernt werden, damit das Fell die Aufgabe der Thermoregulation übernehmen kann.

Es empfiehlt sich, im Winter den gleichen Terminabstand beim Hundefriseur beizubehalten wie in den anderen Jahreszeiten, damit das Fell gut gepflegt bleibt. Viele Hundefriseure machen in den besonders kalten Wintermonaten (wie Januar und Februar) einen sogenannten „Winterschnitt“, bei dem das Fell etwas weniger gekürzt wird. Ihr Hundefriseur berät Sie gerne über mögliche Varianten.

Auch die Pfotenpflege ist im Winter wichtig. Das Fell zwischen den Ballen sollte kurz gehalten werden. Im Herbst und beginnenden Winter führen viel Regen und daraus resultierender Matsch leicht zu Verfilzungen zwischen den Ballen, falls das Fell dort zu lang ist. Diese Verfilzungen sind sehr unangenehm für den Hund und führen nicht selten zu schmerzhaften Entzündungen oder Hautreizungen. Vorsorge durch regelmäßige Pfotenpflege verhindert dies.

Meiden Sie, wenn möglich, stark mit Salz abgestreute Gebiete. Streusalz greift die Ballen der Hundepfoten an. Sie werden spröde und rissig. Schon der kleinste Riss brennt unangenehm, sollte er mit Streusalz in Berührung kommen. Sollte es Ihnen nicht möglich sein, diese Gebiete zu meiden, müssen die Ballen zusätzlich gepflegt werden. Nach dem Spaziergang spülen Sie das Streusalz mit Wasser gut ab und reiben die Ballen mit einer im Fachhandel oder Hundesalon erhältlichen Pfotenpflege oder einem Pfotenbalsam ein. Bei besonders empfindlichen Hunden kann die Pfotenpflege auch zusätzlich direkt vor dem Spaziergang aufgetragen werden.

Pfotenpflege-Produkte gibt es in verschiedenen Zusammensetzungen. Sehr fettreiche Produkte eignen sich besonders gut zum Auftragen vor dem Spaziergang. Sie ziehen nicht schnell ein und schirmen dadurch die Ballen gut gegen Streusalz ab. Produkte auf Basis ätherischer Öle empfehlen sich für die Pflege nach dem Spaziergang, da sie schnell einziehen und keine fettigen Pfotenabdrücke im Haus hinterlassen.

Bei starkem Schneefall lauert eine zusätzliche Belastung für Hundepfoten. Im nicht kurz gehaltenen Fell zwischen den Ballen bilden sich Schneeklumpen, die es dem Hund unmöglich machen, weiter zu laufen. In diesem Fall sollte besonders auf die Pflege der Pfoten geachtet werden.

Mit diesen Tipps kommt Ihr Hund gepflegt durch den Winter.

Karin Witthohn
Natürlich Hund – Der Hundesalon
Hauptstraße 75
25492 Heist
Tel.: 0176 86960644
www.natuerlich-der-hundesalon.de